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Hat das Handwerk noch Zukunft? Liborio Manciavillano, Gründer der HandwerksSchmiede, über Mitarbeiter, Unternehmertum und künstliche Intelligenz.
Für Eigentümer ist das keine Randfrage. Sanierungen, Reparaturen und die laufende Instandhaltung einer Immobilie gelingen nur, wenn es zuverlässige Fachbetriebe gibt, die gut organisiert sind und ihre Termine halten. Wie es um diese Betriebe steht, betrifft deshalb jede Wohnungseigentümergemeinschaft.
Liborio Manciavillano kennt das Handwerk von der Baustelle aus. Nach seiner Ausbildung zum Maurer machte er sich selbstständig und gründete 2013 ein eigenes Unternehmen für Bauwerksabdichtung. Dabei machte er eine Erfahrung, die viele erfolgreiche Betriebe kennen: Mit mehr Aufträgen, mehr Mitarbeitern und mehr Verantwortung wird aus einem guten Handwerker nicht von selbst ein guter Unternehmer.
Heute ist er Speaker und Gründer der HandwerksSchmiede. Wir sprechen darüber, was Unternehmertum im Handwerk eigentlich bedeutet, warum Rückschläge dazugehören und weshalb sich ein Unternehmer regelmäßig Zeit zum Nachdenken nehmen sollte.
Gute Leute zu finden, ist für viele Handwerksbetriebe die größte Hürde. Wie läuft ein gutes Einstellungsgespräch ab? Welche Rolle spielen Dankbarkeit und eine Unternehmenskultur, in der Mitarbeiter gern bleiben? Und wie viel hängt am Zeitmanagement, das in vielen Betrieben zu kurz kommt?
Wir sprechen auch über die HandwerksSchmiede selbst und darüber, ob das Konzept langfristig trägt. Dazu gehört der Vergleich mit den klassischen Strukturen der Handwerkskammern, die einen anderen Weg gehen. Die Frage dahinter: Wie stellt man einen Betrieb so auf, dass er nicht mehr allein vom Inhaber abhängt?
Künstliche Intelligenz verändert bereits viele Büro- und Wissensberufe. Was bedeutet das für Elektriker, SHK-Betriebe, Dachdecker, Maurer und die anderen Gewerke? Und kann das Handwerk in einer zunehmend digitalen Welt vielleicht sogar an Bedeutung gewinnen?
Zum Schluss geht es um die jungen Menschen, die das Handwerk morgen tragen sollen. Welche Perspektiven bietet es ihnen, wie lassen sich Jugendliche unterstützen und dafür begeistern, und darf Leistung wieder etwas Positives sein? Auch die Frage, warum „Streber“ eigentlich ein Lob sein kann, kommt zur Sprache, ebenso wie die, warum gute Unternehmer ihre Fehler eingestehen.
Das Gespräch dauert knapp eine Stunde. Über die Kapitel springen Sie direkt zu dem Thema, das Sie interessiert.
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